Aktuelles Programm

 

 

April 2026

 

 

Mittwoch, 22.April 2026 , um 20 Uhr

Kino-Center . Vor dem Kremper Tor 5 . Neustadt

Silent Friend

Im Botanischen Garten in Marburg steht ein mehr als 100 Jahre alter Gingkobaum – ein stiller Beobachter leiser Veränderungen im Leben dreier Menschen: Der Neurowissenschaftler Tony (Tony Leung Chiu-wai) untersucht in Hongkong die Gehirnströme von Säuglingen und wird als Gastprofessor an die Philipps-Universität eingeladen. Sein Unterricht wird von der Pandemie unterbrochen. Im Lockdown setzt er seine Forschungen an dem Gingkobaum fort. Ein Jahrhundert zuvor wird Grete (Luna Wedler) in Marburg als erste Frau zum Biologiestudium zugelassen und trotzt dort dem frauen- und sexualfeindlichen Klima. Anfang der 1970er Jahre verliebt sich der Studienanfänger und Außenseiter Hannes (Enzo Brumm) in seine Mitbewohnerin und setzt in den Semesterferien deren Experimente mit einer empfindsamen Geranie fort. Jede der Episoden mündet in unerwartete Erkenntnisse.

Regie: Ildikó Enyedi . Österreich, Ungarn, Frankreich 2025 . 147 Min.

 

 

Mai 2026

 

 

Dienstag, 12. Mai 2026, um 20 Uhr

Kino-Center . Vor dem Kremper Tor 5 . Neustadt

Nouvelle Vague

Paris, Ende der 1950er Jahre: Der 28-jährige Jean-Luc Godard (Guillaume Marbeck) hat noch keinen eigenen Film gemacht. Seine Freunde Claude Chabrol und Francois Truffaut haben schon längst gefeierte Filmkunst auf die Leinwand gebracht. Mit einem verrückten Team, Jean-Paul Belmondo (Aubry Dullin), dem amerikanischen Filmstar Jean Seberg (Zoey Deutsch) und wenig Geld gelingt ihm schließlich unter abenteuerlichen Umständen mit „Außer Atem“ ein Meisterwerk, das in die Filmgeschichte eingehen und das Kino für immer verändern wird. Mit „Nouvelle Vague“ hat Richard Linklater einen Film über die Entstehung von „Außer Atem“ gedreht. Eine humorvoll lässige Hommage an die revolutionäre Filmbewegung Nouvelle Vague, gespickt mit Zitaten, Verweisen und Bezügen, gefilmt in schwarz-weiß im klassischen 35-mm-Format wie damals auch bei Godard.

Regie: Richard Linklater . Frankreich 2025 . 105 Minuten

 

 

Mittwoch, 27. Mai 2026, um 20 Uhr

Kino-Center . Vor dem Kremper Tor 5 . Neustadt

Gelbe Briefe

Derya (Özgü Namal) und Aziz (Tansu Biçer) sind ein gefeiertes Künstlerehepaar aus Ankara. Mit ihrer 13-jährigen Tochter Ezgi führen sie ein erfülltes Leben. Bis ein Vorfall bei der Premiere ihres neuen Theaterstücks alles verändert. Über Nacht geraten sie ins Visier des Staates und verlieren ihre Arbeit und ihre Wohnung. Sie gehen nach Istanbul, wo sie vorläufig bei der Mutter von Aziz unterkommen. Während sich Aziz mit Gelegenheitsjobs durchschlägt und an seinen Überzeugungen festhält, sucht Derya nach einem Ausweg, der sie finanziell unabhängig macht. Nach und nach vergrößert sich die Distanz zwischen ihnen und ihrer Tochter, bis sie sich zwischen ihren Wertvorstellungen und der gemeinsamen Zukunft als Familie entscheiden müssen. „Gelbe Briefe“ wurde auf der Berlinale 2026 als bester Spielfilm mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet.

Regie: Ilka Catak . Deutschland, Frankreich, Türkei 2026 

 

 

Juni 2026

 

 

Mittwoch, 10. Juni 2026, um 20 Uhr

Kino-Center . Vor dem Kremper Tor 5 . Neustadt

Die wilde Nordsee

Sie ist bis zu 700 Meter tief, hat rund 570 000 Quadratkilometer Fläche und ist seit 2009 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes: Die Nordsee gilt nicht nur als wichtiger Handelsmarkt für Europa und als dicht befahrene Schifffahrtsroute, sondern auch als beliebte Urlaubsregion. Bei rund 8,2 Millionen Urlaubern allein im vergangenen Jahr in Deutschland ist die Nordsee mit ihrem Wattenmeer vielen Touristen nur allzu vertraut. Doch was sich unter dem Meeresspiegel an Leben tummelt, dürfte auch sie überraschen. Der Taucher und Naturfilmer Peter van Rodijnen nimmt die Zuschauer mit in ein vielfältiges Ökosystem. Eine bunte Welt, die an Großbritannien, Norwegen, Dänemark, Deutschland und die Niederlande angrenzt. Die Dokumentation zeigt die Natur in ihrer Reinform und die Kombination der passenden Musik von Sven Figee mit den humorvollen Kommentaren von Rodijnen führt unterhaltsam durch die Meereswelt.

Regie: Mark Verkerk . Niederlande, Großbritannien 2024 . 89 Minuten

 

 

Mittwoch, 24. Juni 2026 , um 20 Uhr

Kino-Center . Vor dem Kremper Tor 5 . Neustadt

Until we talk

Bassam Aramins Tochter wurde 2007 von einem israelischen Grenzsoldaten erschossen. Rami Elhanans Tochter kam 1997 bei einem Selbstmordanschlag der Hamas in Tel Aviv ums Leben. Beide Männer verbindet eine ungewöhnliche Freundschaft und ihr gemeinsames Engagement für „Parents Circle“. Diese Organisation gibt Angehörigen von Opfern des Nahostkonfliktes auf beiden Seiten Gelegenheit zum Austausch, um so den Teufelskreis aus Gewalt und Gegengewalt zu durchbrechen. Bassam und Ramis Engagement wird auf die Probe gestellt, als ihre Söhne einen anderen Weg als ihre Väter beschreiten wollen. Der Dokumentarfilm stellt die beiden Friedensaktivisten und ihre Arbeit vor. Florian Mebes begleitete den Israeli und den Palästinenser 14 Jahre lang mit der Kamera. Das KoKi Neustadt zeigt „Until we talk“ in Kooperation mit der amnesty international-Gruppe Neustadt.

Regie: Florian Mebes . Schweiz 2025 . 83 Minuten