Aktuelles Programm

 Mai 2017

 

Donnerstag, 25. Mai 2017 um 20 Uhr

Kino-Center – Vor dem Kremper Tor 5   .   Neustadt

I Am Not Your Negro

Was heißt es, schwarz zu sein? Raoul Pecks Dokumentarfilm „I Am Not Your Negro“ lässt James Baldwin sprechen. Im Juni 1979 beginnt der gefeierte Schriftsteller seinen letzten, unvollendet gebliebenen Text. Mit persönlichen Erinnerungen an die drei ermordeten Bürgerrechtler Malcolm X, Medgar Evers und Martin Luther King und Reflexionen der eigenen, schmerzhaften Lebenserfahrung als Schwarzer schreibt Baldwin die Geschichte Amerikas neu. Raoul Peck inszeniert die 30 bislang unveröffentlichten Manuskriptseiten „Remember this House“ in einer Collage von Archivfotos, Filmausschnitten und Nachrichten-Clips. Baldwin starb 1987. „I Am Not Your Negro“ ist ein brillanter, hellsichtiger, wütender Essayfilm über das Verhältnis zwischen Schwarzen und Weißen in den USA mit der traurigen Schlussfolgerung, dass sich in den vergangenen 50 Jahren viel zu wenig verändert hat.

Regie: Raoul Peck . Frankreich, Belgien, USA 2017 . 94 Minuten

 

Karten für die KoKi-Filme verkauft und reserviert der Buchladen “Buchstabe” in der Hochtorstraße 2 in Neustadt (Tel. 04561-8883). An der Abendkasse im Kino-Center Neustadt gibt es Restkarten – sofern vorhanden.

 

 

Juni 2017 

 

 

Dienstag, 13. Juni 2017 , um 20 Uhr                                                                    

Kino-Center . Vor dem Kremper Tor 5. Neustadt

Moonlight

“Moonlight” erzählt in drei Kapiteln von der Identitätsfindung eines jungen Afroamerikaners. Chiron, Little genannt, wächst in einer Gegend von Miami auf, die von Drogensucht und Gewalt bestimmt wird. Seine Mutter ist drogenabhängig und an der Schule wird er gemobbt. Der kubanische Einwanderer und Drogenhändler Juan (Mahershala Ali), oscarprämiert als bester Nebendarsteller) kümmert sich um ihn und gibt dem Jungen das Gefühl, von Bedeutung zu sein. Im zweiten Teil macht Chrion erste, sexuelle Erfahrungen mit seinem Kumpel Kevin. Die Konflikte mit den Schulkameraden eskalieren und Chiron landet im Gefängnis. Er stilisiert sich zum harten, muskelbepackten Drogendealer „Black”, von dem die dritte Episode des Films handelt. Die Coming-of-Age-Geschichte, die auch fatale Rollen- und Männlichkeitsbilder von Afroamerikanern problematisiert, erhielt 2017 den Oscar für den besten Film.

Regie: Barry Jenkins . USA 2016 . 111 Minuten

 

 

Donnerstag, 22. Juni 2017 um 20 Uhr                                                                

Kino-Center. Vor dem Kremper Tor 5 . Neustadt

Die letzten Männer von Aleppo

Der Dokumentarfilm porträtiert die Arbeit der syrischen „Weißhelme“, der Einsatzkräfte, die nach Angriffen und Kämpfen in der unbewohnbaren und ständig umkämpften Stadt Aleppo als erste zur Stelle sind, um zu helfen. Zu den Gründungsmitgliedern der Organisation gehören Khaled, Mahmoud und Subhi. Unter Einsatz des eigenen Lebens retten sie Menschenleben, bergen aber viel zu oft nur noch Tote. Die Filmemacher, der aus Syrien geflohene Regisseur Ferras Fayyad und sein dänischer Kollege Steen Johannessen haben die freiwilligen Helfer zwei Jahre lang begleitet, sie bei ihrem Einsatz gegen die täglichen Bedrohungen in den zerstörten Straßen, aber auch beim Kampf gegen die eigenen Ängste und für ein Stück Menschlichkeit und Hoffnung im Krisengebiet gefilmt. Beim US-Independent -Filmfestival in Sundance gewannen „Die letzten Männer von Aleppo“ 2017 den Dokumentarfilmpreis.

Regie: Feras Fayyad, Steen Johannessen. Dänemark, Syrien 2017 . 110 Min.